Weitere Aktivitäten des Vereines

Übungsschiessen 2010
Silagetag im Niedersimmental
«Vorfrühlingszeit – Hegezeit»
Rettung von Rehkitzen
«Vorfrühlingszeit – Hegezeit» beim Patentjägerverein Seeland
Mit Texten und Bildern von Mark Struch

Am 1. April lud unsere Hegegruppe am See – Biel zum Hegetag ein. Beim Holzschopf in Gaicht besammelten sich um 8 Uhr viele Jägerinnen und Jäger sowie eine motivierte Gruppe von Pfadfindern, um gemeinsam in verschiedensten Biotopen am Jurasüdfuss und auf dem Plâteau de Diesse zu Wirken, zu Hegen und zu Pflegen.



Erste Vorboten des Frühlings schmücken bereits die sonnigsten Plätzchen auf dem Waldboden. „Zytröseli“ im Tüscherzwald.


Das Arbeitsprogramm

Unter der Leitung von Fred Gfeller und Hansueli Sterchi wurden 5 Arbeitsgruppen und ein Küchenteam eingeteilt. Im Mittelpunkt der Arbeiten standen naturschützerische Aspekte. Ziel der Pflege von Gebieten wie beispielsweise der Felsenheide „Fluebach Tüscherzberg“ oder dem grossen Flaumeichenbestand „Waldreservat Schlossfluh“, ist der Erhalt der speziellen Pflanzen- und Tiergemeinschaften und fördert Insekten und andere Kleintiere bis hin zu bedrohten Reptilienarten. Neben Mauer- und Zauneidechsen finden auch die selten gewordenen Schlingnattern und Aspisvipern im Mosaik von Felsenheiden und Waldrändern am Jurasüdfuss noch geeignete Lebensräume.



Entbuschen der Felsenheide „Fluebach
Tüscherzberg“ (1. April 2006).


Pflegearbeiten im Waldreservat „Schlossfluh“ (1. April 2006).

Die Aufwertung einer bestehenden Niederbestockung entlang einer Steinmauer durch Einzelbäume (Bergahorn, Vogelbeere, Elsbeere und Erlen) ist aus ornithologischer Sicht wertvoll. Grössere Bäume dienen den Vögeln beispielsweise als Sing- oder Jagdwarten. Zudem bietet eine reich strukturierte Landschaft dem menschlichen Auge Erholung.



Pflanzung von Einzelbäumen (Bergahorn, Vogelbeere und Elsbeere)entlang einer Steinmauer bei Lamboing. (1. April 2006).


Ergänzend zu den naturschützerischen Arbeiten der Biotophege musste auch im forstlichen Bereich tatkräftig zugepackt werden. Vor etwa 20 Jahren wurden, zwecks Schutz vor Verbiss durch Schalenwild, auf einer grossen Fläche im Tüscherzbergwald Jungbäume mit verzinkten (!!) Gittern eingekorbt. Diese galt es zu entfernen, damit die Körbe einerseits nicht zu Wildfallen werden und andererseits nicht in die Bäume einwachsen. Die Pfadfinder hatten alle Hände voll zu tun mit der mühsamen Arbeit und bei meinem Besuch waren bereits viele Körbe entfernt.



Entfernen von verzinkten (!!) Körben in einer Douglasien-Aufforstung. (1. April 2006).


Auf meiner kleinen Reportage begegnete ich der Jäger-Equippe, die die Nistkästen reinigte und kam ich auch am „Bienenhotel“ von Fred Gfeller bei der Tüscherzberghütte vorbei. Die Idee des Bienenhotels ist die, dass den solitär lebenden Insekten, vor allem Bienen, zusätzliche Gelegenheit geboten wird ihre Eier abzulegen und sich fortzupflanzen. Wie nachfolgende Bilder zeigen, eignet sich die Sonnseite der Hütte, wo die Temperaturen schnell ansteigen und für eine Eiablage geeignet sind. Die Methode ist einfach: In verschieden dicke Äste oder Scheiter werden Löcher unterschiedlicher Durchmesser gebohrt und an einem wenig gestörten Ort beim Haus platziert. Als weitere Nisthilfen eignet sich auch Schilfröhricht.



Das Bienenhotel bei der Tüscherzberghütte. Besetzte Holzlöcher werden durch die Bienen verklebt. (1. April 2006).


Nach getaner Arbeit freuten sich alle TeilnehmerInnen auf das wohl verdiente Mittagessen, denn auch das Küchtteam war fleissig.



Das Mittagessen wurde bei der Waldhütte von Twann vorbereitet. Das offerierte währschafte Jägermenu bestand aus Apéro, Salat, Fleischeintopf mit Gemüse und Kartoffelstock sowie Kaffee und Kuchen. (1. April 2006).


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